Der Blog über Kunst und Inspiration

Ulrike Piontek. HEXLA. Das Interview

Ulrike Piontek. HEXLA. Künstlerin

Arbeiten in Acryl

 
 

Das Interview

 

e Piontek, HEXLA, Licht und Schatten...aber ICH, 2015, Acryl auf Leinwand, 60 x 50 cm, (c) Ulrike Piontek

Ulrike Piontek, HEXLA, Licht und Schatten…aber ICH, 2015, Acryl auf Leinwand, 60 x 50 cm, (c) Ulrike Piontek


 

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Nein, keine Person,
sondern es gab einen „Lebensabschnitt“, in dem es mir nicht besonders gut ging und in dem es mehr „Tiefen“ als „Höhen“ gab.

Dies war der Impuls dafür, dass ich mit dem Malen begonnen habe.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Mein Leben, meine positiven wie negativen Lebenserfahrungen, Gefühle wie Trauer, Schmerz, gesundheitliche Situationen, zwischenmenschliche Erfahrungen, aber auch schöne Momente sind die Ideengeber für meine Werke.

Wie sagte schon Picasso: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Diese Frage kann ich nicht deutlich abgrenzend beantworten.

Zurzeit male ich mit Acryl-Farben und Acryl-Farbstiften, sowie Kreide und Gelmalstiften auf Leinwänden und Malpappe oder Papier.

Ich möchte mich aber kreativ weiterentwickeln, möchte ausprobieren, … Und werde sicherlich noch mehr Materialien ausprobieren.

 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Ich beginne einfach…
.. aus dem Moment heraus …
Aus einem Gefühl, einer Stimmung heraus….

Ich werde zumeist unruhig …. ich habe das Gefühl, dass ich jetzt sofort malen muss….

Meist habe ich eine Vorstellung für das Bild. Das Bild entwickelt sich dann im Mal-Prozess selbst, indem die Gefühle über die Farben fließen…..

Das Ergebnis überrascht mich meistens selbst, da es eigentlich immer ein anderes ist, als anfangs gedacht.
 

Ulrike Piontek. HEXLA. Künstlerfoto, Malerei, Arbeiten in Acryl, (c) Ulrike Piontek

Ulrike Piontek. HEXLA. Künstlerfoto, Malerei, Arbeiten in Acryl, (c) Ulrike Piontek


 

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

In allen Kunstwerken ist mein SELBST als Künstlerin wiederzufinden.

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Im Lebensprozess mit den Farben, ohne Kunststudium, entstehen meine Kunstwerke.
 
 
 
 
 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Die Betrachter, die mich persönlich kennen, werden durchaus in meinem Bildern „lesen“ können.

Ansonsten freue ich mich, wenn jeder Betrachter das Bild für sich selbst interpretiert und darin sieht, was ihn persönlich gerade bewegt oder anspricht.

Auch freue ich mich, wenn meine Werke wiederum andere Künstler zu weiterer Kunst wie Poesie inspirieren, wie ich bereits mehrfach erleben durfte.

Grundsätzlich gilt aber:
Meine Kunst muss dem Betrachter nicht gefallen.
Ich MALE FÜR MICH.
Sicherlich ist das ein oder andere Bild oder werden mal künftige Bilder EIGENSINNIG. Wie zum Beispiel mein Werk „DISHARMONIE“….

Ich male auch keine Bilder, von denen ich weiß, dass sie verkäuflich sein können, weil diese eine breite Mehrheit ansprechen.
Ich male auch nicht, um meine Bilder zu verkaufen.

Ich freue mich allerdings, wenn das Bild jemanden so gut gefällt, dass es dann auch mal zu einem Besitzer wechselt, für den es ganz besonders „wertvoll“ ist, weil dies gerade SEIN ICH oder seine Lebenssituation anspricht.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

… wenn das Bild mir das zeigt, was ich gerade empfunden habe

… wenn ich mich darin wieder finde

… wenn es für mich genau das ausdrückt, was ich mit Worten nicht ausdrücken oder beschreiben kann

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Ich habe keins.
Ich male für mich selbst.
Ich beabsichtige auch nicht „schmeichelnde Formen“ zu malen, damit diese einem breiten Publikum gefallen.
 

Ulrike Piontek, HEXLA, was guckst du , 2016, Acrylfarbe (schwarz, silber, rot und Kupferstaub), 82 x 112 cm, (c) Ulrike Piontek

Ulrike Piontek, HEXLA, was guckst du , 2016, Acrylfarbe (schwarz, silber, rot und Kupferstaub), 82 x 112 cm, (c) Ulrike Piontek


 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Inzwischen sehr sehr viel.
Ich habe erst im Jahr 2015 mit dem Malen angefangen.
Kreativ zu sein, ist mein Ventil, meine Art mich auszudrücken.

„Mein Leben mit Kunst“ ist völlig konträr zu dem was ich z. B. beruflich mache.

Ein Leben mit Kunst bedeutet für mich persönlich eine Möglichkeit, ein anderes ICH VON MIR zu zeigen und zu leben.

 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

auf Facebook: Hexla – Acryl-Bilder

in einer Online-Galerie:
www.kukart.at/Ulrike_Piontek

Verschiedene Werke zum Beispiel auch auf: www.berliner-zeilenpoet.com wie etwa: Gesichterkarussel

Mit der Ausstellung „Body and Face“ vom 05. bis 19.11.2016 in der Galerie Tigrel, Oberursel, plane ich, das 1. Mal öffentlich mit zwei von meinen Werken in einer Gemeinschaftsausstellung mit anderen Künstlerinnen aufzutreten.

Abschließend bedanke ich mich bei Hildegard Willenbring, dass sie auf mich aufmerksam geworden ist und für ihr Interesse, mit mir dieses Interview zu machen. Ich habe mich hierüber sehr gefreut.

Herzliche Grüße
Ulrike Piontek
HEXLA

 

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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