Der Blog über Kunst und Inspiration

Thomas Müller. Das Interview

Thomas Müller. Künstler

Malerei

 

Das Interview

 

Thomas Müller, Künstlerfoto, Malerei, (c) Thomas Müller

Thomas Müller, Künstlerfoto, Malerei, (c) Thomas Müller

 

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Nein. auch nach längeren Nachdenken fällt mir da niemand ein.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Fotos, Gesichter, Menschen.

Ich beobachte gerne, habe oft mein Fotoapparat dabei und dokumentiere damit das Geschehen um mich herum.

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Ungefähr 90 Prozent meiner Arbeiten sind Aquarelle. Wasserfarben, die nicht deckend sind. Und deshalb schimmert der Malgrund durch.

Es gibt kaum Möglichkeiten von Korrekturen, es gibt keine weiße Farbe, sondern der Malgrund ist in der Regel die hellste Farbe im Bild.

Ich benutze sie, weil sie sehr direkt sind, zwar anfällig für Fehler, aber dadurch auch Raum für Spontanität. Ich brauche ein schnelles Ergebnis. Ich bin nicht der Typ Künstler, der sich über Wochen und Monate mit einem Werk beschäftigen kann.

 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Immer sehr spontan. Ich sehe etwas, überlege wie ich es umsetzen könnte und lege los.

Arbeiten, die nicht sofort angefangen werden, bleiben oftmals für immer liegen, oder zumindest für die nächste Zeit.

 

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Ich glaube, man kann meine Arbeit mit dem Titel „Spontanrealismus“ ganz gut beschreiben.

Die meisten Gesichter und Menschen haben einen realen Hintergrund, oft ein Foto.  Aber es wird wohl ganz selten Arbeiten von mir geben, die diesem Foto genau entsprechen.

Mein Ziel ist es nicht perfekt und möglichst realistisch zu malen, sondern Gefühle, Emotionen, Stimmungen usw. auf meine Art rüber zu bringen.

Thomas Müller, Blickwinkel, 2014, Aquarell auf Papier, 24 x 32 cm, (c) Thomas Müller

Thomas Müller, Blickwinkel, 2014, Aquarell auf Papier, 24 x 32 cm, (c) Thomas Müller

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Mein Computer spielt sehr oft eine wichtige Rolle in der Vorarbeit. Ich benutze ihn zur Vorauswahl, zum Schneiden, zur Farbwahl, zur Helligkeitsbearbeitung oder anderer Nachbearbeitung des ausgewählten Fotos. Den Bildschirm dann auch als Vorlage für die Vorzeichnungen auf den Malgrund (beim Aquarell in der Regel wasserlösliche Farbstifte auf Büttenpapier).

Nach der Vorzeichnung geht es dann ans aquarellieren. Dann arbeite ich oft schnell und spontan, so dass es vorkommen kann, das von der ursprünglichen Idee am Ende nicht mehr viel übrig bleibt.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Es gibt keine Herausforderung. Es ist „leichte Kunst“. In der Regel transportieren die Bilder Emotionen, die sofort vom Betrachter verstanden werden, oder nach seinem Empfinden interpretiert werden.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Zu 99 Prozent ist die Arbeit abgeschlossen, wenn ich den Pinsel das erste Mal auf die Seite gelegt habe. Ich verändere nichts mehr.

Es muss nichts perfekt sein, wer soll das auch entscheiden was perfekt überhaupt bedeutet im künstlerischen Schaffen.

Deswegen: Pinsel weg, Farben weg und fertig.

Wirkungsvoll ist ein Kunstwerk immer, wenn es Reaktionen auslöst, egal welche.

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Ich habe kein wirkliches Anliegen.

Wenn überhaupt möchte ich die Vielfalt des Lebens zeigen. Mal das Traurige, dann wieder Fröhlichkeit. Das Dunkle in einem, oder auch die Farbigkeit.

Ich male meistens Menschen, bzw. Portraits und habe einfach Spaß daran sie auf Papier oder Leinwand festzuhalten.

Thomas Müller, Eine Menge, 2012, Aquarell auf Papier, 30 x 42 cm, (c) Thomas Müller

Thomas Müller, Eine Menge, 2012, Aquarell auf Papier, 30 x 42 cm, (c) Thomas Müller

 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Ein Leben ohne Malen möchte ich mir nicht vorstellen.

Kunst oder auch Künstler ist ja nur eine Bezeichnung die nicht wirklich viel aussagt. Ich brauche den Begriff nicht.

 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

Als Kind des Internets natürlich auf diversen Seiten, wie z.B. :

www.thommym.de

www.kunstnet.de/thommym

www.facebook.com/ThommyMPortraits/

www.facebook.com/999paintedfaces/

thommym.menschkunst.de/

Ein paar Ausstellungen hat es auch schon gegeben, aber im Moment ist nichts Konkretes geplant.
Vielleicht später mit meinem Projekt „999paintedfaces“. Interessenten sind gerne gesehen.

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

weiterlesen >>

Folgen Sie mir auf:
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinyoutube
Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 18 anderen Abonnenten an

Ressourcen

Buchempfehlungen >>       

Links >>