Der Blog über Kunst und Inspiration

Stefanie Etter. Das Interview

Stefanie Etter. Künstlerin

Abstrakte Malerei

 

Das Interview

 

Stefanie Etter, Künstlerfoto, Abstrakte Malerei, (c) Stefanie Etter

Stefanie Etter, Künstlerfoto, Abstrakte Malerei, (c) Stefanie Etter

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Ich denke, dass meine Familie mich am stärksten geprägt hat.

Beginnend bei meinen Eltern, die mir Werte und Durchhaltevermögen mitgegeben haben und stets meine Kreativität und Fantasie unterstützt und gefördert haben.

Meine Kinder, die mir meine Grenzen gezeigt, mich Verantwortung und Demut geleert haben, aber auch verrückte Dinge zu tun und mutig zu sein.

Und letztendlich meinem Mann, der mir die Möglichkeit gegeben hat, meiner Kunst den entsprechenden Raum in meinem Leben einzuräumen.

Meine Ausbildung zur Kunsttherapeutin hat mir gezeigt, wie stark Farben, Formen und Materialien Einfluss auf Körper, Geist und Seele haben.

Als Künstler ist für mich Gabriele Musebrink ein Vorbild. Die Art Ihrer Malerei fasziniert mich.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Seit 2014 lebe ich in Rudersberg im Remstal. Hier habe ich einen Ort gefunden, der inmitten der Natur liegt, Blicke auf das wunderschöne Wieslauftal eröffnet und ein ideales und inspirierendes Umfeld für meine künstlerische Tätigkeit bietet.

Ich denke ich kann sagen, dass ich die meisten meiner Inspirationen aus der Natur bekomme.

Hier lassen sich so viele Eindrücke und Momentaufnahmen finden, die mich begeistern und die ich versuche durch Form, Farbe und unterschiedlichen Strukturen abstrakt in meinen Bildern umzusetzen.

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Ich arbeite vorwiegend mit Acrylfarben in Verbindung mit Sand, Lacken, Beizen, Marmormehl, Pigmenten und unterschiedlichen Materialien auf Leinwand oder Holz.

Meine Bilder haben oft viele Schichten, die meinen Bildern ihre Tiefe, ihre Seele geben. Sie zeigen lebendige, reliefartige Oberflächen mit stark ausgebildeten Strukturen, aufgebrochen, manchmal rau, mit tiefen Schrunden oder feinen Rissen.

 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Das ist sehr unterschiedlich.

Es gibt Werke, die stecken voller Planung, hier habe ich das Ergebnis bildlich schon vor Augen. Auf der anderen Seite wiederum arbeite ich häufig inspirativ und völlig intuitiv an mehrerern Bildern gleichzeitig.
 

Stefanie Etter, Winterlandscape, Mixed Media on canvas, 100 x 100 cm, (c) Stefanie Etter

Stefanie Etter, Winterlandscape, Mixed Media on canvas, 100 x 100 cm, (c) Stefanie Etter

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Realität ist für mich die Wahl der Farben und Materialien, welchen Untergrund ich wähle, welches Format, die grobe Entwurfsskizze.

In dem Moment, wo ich anfange zu arbeiten, verlasse ich mehr und mehr die Realität und folge der Intuition.

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

„Kunst machen“ ist die schönste Arbeit der Welt. Sie ist nicht entfremdet, sondern selbstbestimmt.

Ich entscheide, was ich mache, wie ich es mache, wann ich es mache. Oft arbeite ich an mehreren Bildern gleichzeitig. Manchmal stehen Werke Monate, bevor ich an ihnen weiter arbeite.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Auf das emotionale Einlassen in mein Bild und die damit völlig eigene Interpretation meiner Arbeit.

Es ist immer wieder spannend zu erfahren, welche unterschiedlichen Empfindungen und Eindrücke beim Betrachter ausgelöst werden.

Was er sozusagen in meinem Bild „sieht“.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Die Arbeit an meinem Bild ist für mich abgeschlossen, wenn ich damit zufrieden bin.

Das gibt mir ein tiefes Glücksgefühl und eine innere Befriedigung!

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Ich möchte mit meinen Bildern Menschen erreichen und begeistern.

Dabei versuche ich, Neugier zu wecken und Stimmungen zu vermitteln.

Die größte Wertschätzung erhalte ich, wenn Käufer mir nach Jahren sagen, dass sie sich noch
immer jeden Tag an meinem Bild erfreuen.
 

Stefanie Etter, "ohne Titel", Mixed Media on Wood, 120 x 100 cm, (c) Stefanie Etter

Stefanie Etter, „ohne Titel“, Mixed Media on Wood, 120 x 100 cm, (c) Stefanie Etter

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Es gibt für mich kein Leben ohne Kunst!

Das sind teilweise sehr intensive Zeiten, in denen ich meiner Kunst viel Raum einräume und auch Phasen, in denen diese mein Leben nur streift.

Kunst bedeutet für mich die Freiheit, mich völlig meinen Emotionen, dem Raum und der Zeit hinzugeben.

Nicht umsonst habe ich mir für meine Kunst den Namen KunstFrei zugelegt,
nach dem Zitat von Friedrich Schiller: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“.
 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

Gerne bei mir persönlich nach Absprache in meinem Atelier oder unter:

Stefanie Etter, Logo, (c) Stefanie Etter

Stefanie Etter, Logo, (c) Stefanie Etter

www.kunstfrei.org

www.facebook.com/kunstfrei
Eine Ausstellung  mit 10 meiner Werke findet im August /September 2016 statt, Ort:  Galerie ARTisani

 

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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