Der Blog über Kunst und Inspiration

Regina Nolden. Das Interview

Regina Nolden. Künstlerin

Skulpturen und Malerei

 
 

Das Interview

 

Regina Nolden, Künstlerfoto, Künstlerin Skulptur und Malerei (c) Regina Nolden

Regina Nolden, Künstlerfoto, Künstlerin Skulptur und Malerei (c) Regina Nolden

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

 
Nein eigentlich nicht. Ich hatte schon als Kind eine kreative Seite und war schon früh daran interessiert, zu malen oder zu modellieren. Das eigene Schaffen faszinierte mich daran, meiner Phantasie und meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

In der Schule hatte ich einen Kunstlehrer, der mich stets gefordert und gefördert hat! So konnte ich sehr vielseitig, verschiedene Materialien und Werkzeuge ausprobieren.Ich habe gelernt, mir viele Dinge selbstständig anzueignen.

Es hat mich in dem Sinne geprägt, das ich alles, was ich heute im künstlerisch, kreativen Bereich mache, gern autodidaktisch erlerne.

Dieses ist ein fortwährender, nie endender Prozess, da man sich immer weiterentwickelt, im künstlerischen Schaffen, wie auch als Mensch. Alles in unserem Leben prägt uns.  Die Kunst und das Kreative bereichern mein Leben.
 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Das tägliche Leben inspiriert mich jeden Tag aufs Neue.

Menschen und ihre Beziehungen zueinander, Lebenssituationen, ob schwierige oder schöne.

Schönheit, Ästhetik, Liebe!
 

 3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Ich bevorzuge Ton, auch wenn ich gern mit Ölfarben male. Und gerade fällt mir ein, wo ich das so schreibe, ich habe für
mich noch die Acrylmalerei entdeckt, mit anderen Möglichkeiten als bei Ölfarben.

Für mich übt die meiste Faszination das Formen mit dem lebendigen Material Ton aus. Der Ton, den ich mit den wichtigsten Werkzeugen bearbeite, mit meinen Händen!

Es ist spannend ein Bild, das in meinem Kopf entsteht, in eine dreidimensionale Skulptur umzusetzen. Diese mit den Händen zu formen und zu fühlen.
 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Ich habe ein ungefähres Bild von der Skulptur im Kopf. Wenn ich dann den Ton vor mir habe,  kommt der Rest von selbst.

Es ist ein fließender Prozess, in dem das Formen und Modellieren sich verselbständigt. In dieser Phase entwickelt sich eine Eigendynamik bis ich mit meinem Ergebnis zufrieden bin.
 

Regina Nolden, Stehende Meerjungfrau, 2016, Ton mit Effektglasur, 42 cm, (c) Regina Nolden

Regina Nolden, Stehende Meerjungfrau, 2016, Ton mit Effektglasur, 42 cm, (c) Regina Nolden

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Es vermischt sich beides.

Der reale Körper gibt sich in meine Hände, den ich dann nach meiner Intuition forme.

Ich möchte nicht den Menschen eins zu eins wiederspiegeln, sondern meine Vorstellung davon umsetzen. Meinen Emotionen freien Lauf lassen, da meine Stimmung auch Einfluss auf meine Arbeit nimmt.

Es freut mich, wenn mein Kunst auch andere Menschen dazu anregt, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen.
 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Aus dem Tonhubel, den ich vor mir habe, modelliere ich im Groben eine Form.

Den überwiegenden Teil mache ich ohne Werkzeug, nur mit meinen Händen. Für mich sind sie dann das Werkzeug, wie beim Malen der Pinsel.

Das Formen würde auch zum großen Teil mit geschlossenen Augen funktionieren, da meine Hände diese Aufgabe übernehmen, durch fühlen und ertasten.

Es ist ein längerer Prozess bis zum Fertigstellen einer Skulptur, da ich immer wieder die Oberfläche bearbeiten muss. Nach mehreren Wochen Trocknungszeit kann dann das erste Mal gebrannt werden kann. Der Glasurbrand ist dann der nächste Schritt, der ebenfalls wieder einen Tag in Anspruch nimmt.
 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Nach meiner Meinung liegt Kunst im Auge des Betrachters. Entweder spricht es einen an oder nicht, ganz unabhängig von Form oder Farbgebung.

Es freut mich, Menschen mit meiner Kunst zu erreichen, und ich hoffe, dass es sie inspiriert.
 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Wenn ich mit meiner Arbeit zufrieden bin.

Das heißt, wenn der Schrühbrand und auch der Glasurbrand glatt gelaufen sind. Die Skulpturen, die gewünschte Form und Farbgebung haben. Dann bekommen sie eventuell noch einen Sockel, um die Wirkung zu verstärken.
 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Ich hatte bisher nie eins, da ich mit meinem künstlerischen Schaffen bisher nur mir und meinen Lieben Freude bereitet habe.

Aber es ist für mich ein schönes Erlebniss, wenn der Betrachter durch meine Kunst Freude empfängt. Wenn er sich beim Betrachten seinen Gedanken hingeben kann, um seine Interpretation zum Werk zu finden. Was wiederum seine eigene Verbindung zur Skulptur und zur Kunst schafft.

Regina Nolden, weiblicher Torso auf Marmorsockel, 2016, Ton mit Effektglasur, 47 cm (c) Regina Nolden

Regina Nolden, weiblicher Torso auf Marmorsockel, 2016, Ton mit Effektglasur, 47 cm (c) Regina Nolden

 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Das Leben ist eine Kunst, und ohne Kunst kein Leben.

Kunst bedeutet mir sehr viel und ich kann mir ein Leben ohne Kunst nicht vorstellen.

Kreatives Schaffen hat für mich etwas Befriedigendes und ist einer ständigen Wechselbeziehung mit unserer eigenen Entwicklung, unserem Leben und unserem Umfeld.

Ich umgebe mich gerne mit schönen kreativen Dingen, woran ich mich jeden Tag erfreuen kann. Und was gibt es Schöneres und Erfüllenderes als die Möglichkeit zufrieden Kunst zu betrachten.

Kunst erfreut und inspiriert die Menschen dazu, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
 
 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

Da meine Homepage noch in Arbeit ist, kann man meine Kunst erst mal nur unter

Facebook: Skulpturen Regina Nolden

einsehen.

E-Mail: skulpturen.reginanolden@gmail.com 

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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