Der Blog über Kunst und Inspiration

Marie Luise Strohmenger. Das Interview

Marie Luise Strohmenger

 

Digitale Kunst, Malerei

 

Das Interview
Marie Luise Strohmenger, Porträt, Digital Art, Künstlerin, (c) Marie Luise Strohmenger

Marie Luise Strohmenger, Porträt, Digital Art, Künstlerin, (c) Marie Luise Strohmenger

 

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Ja unbedingt ! Ich erinnere mich, dass mir in der Jugend Bilder des bayrischen Malers Hans Werner Sahm so etwas wie eine Gänsehaut verschafften. Diese Bilder drangen tief in mein Unterbewusstes und sind für mich heute noch Seelenbilder. Viele seiner surrealistischen Landschaften habe ich versucht nachzubilden, malerisch aber auch digital.

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Mich inspirieren Fotografien von Landschaften und Menschen. Ideen kommen mir oft beim Betrachten und beim Ausprobieren. Meine Digitale Kunst bildet sich oft durch Experimentieren mit verschiedenen Landschaftsbildern, wobei es dann oft passiert, das ich ganz neue Szenerien erschaffe. Erst wenn diese Szenerie erschaffen ist, setze ich durch Menschen, Tiere oder Gegenstände im Vordergrund eine Thematik und den Titel.

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Digitale Kunst wird am Computer hergestellt. Meine Ausgangsmaterialien sind entweder meine eigenen Gemälde, Fotografien oder Zeichnungen. Ich benutze 3 verschiedene Grafikprogramme, wobei sie alle von Corel sind.

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Grundvoraussetzung ist die Ruhe und völlige Konzentration. Oft lasse ich nebenher ruhige Musik laufen. Es gibt Tage da produziere ich nur Müll, wenn ich nicht ausgeglichen bin. Wenn ich dann aber in Ruhe dabei bin, verliere ich das Gefühl für Zeit. Es ist als tauche ich in meine neuen Welten selbst ein.

Marie Luise Strohmenger, Apokalypse, Digital Art (c) Marie Luise Strohmenger

Marie Luise Strohmenger, Apokalypse, Digital Art (c) Marie Luise Strohmenger

 

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Das kommt sehr darauf an mit welchem Medium ich arbeite. Bei der Digitalen Kunst arbeite ich hauptsächlich intuitiv und meditativ. So entstanden eine ganze Reihe surrealer Bilder in der digitalen Kunst. Beim Aquarell und der Zeichnung sieht die Sache ganz anders aus. Da achte ich ausgesprochen auf Realität. Wer meine Deutschland Aquarelle kennt, kann das bestätigen. Da gehe ich auch sehr ins Detail.

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Ein Gemälde in digitaler Kunst besteht oft aus 20 und mehr Arbeitsschritten. Zuerst setze ich mit Hilfe von Wasserzeichen 2, 3 oder mehr Bilder übereinander, lösche Dinge heraus die mir nicht gefallen und füge andere Gegenstände, Menschen oder Tiere hinzu. Wenn das Bild fertig zusammengesetzt ist beginnt die künstlerische Ausschmückung die sehr verschieden sein kann. Oft bekommen meine Gemälde einfach eine Aquarell-Optik, manchmal male ich sie aber auch mit Hilfe eines Malprogramms völlig nach. Dabei setzte ich dann noch zusätzliche Akzente. Oft lege ich zum Schluss noch eine passende Textur über das Ganze. Was in meinen Arbeiten sehr wichtig zum Ausdruck kommt, ist die bewusste Lichtführung. Das Spiel mit Licht und Schatten ist für mich sehr wichtig und kann an der Bildaussage vieles bewirken.

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Ich versuche meine Arbeiten in der Aussage nicht total festzulegen. Jeder hat die Chance, das Bild für sich zu interpretieren. Ich gebe zwar eine Richtung an, aber wohin sie für jeden Einzelnen führt, ist oft ein Überraschungseffekt. Durch die Licht-Schattenwirkungen haben meine Werke auch oft einen spirituellen Anklang.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Das ist ein sehr schwieriger Punkt für mich. Oft denke ich das Bild ist fertig in der Aussage, die ich mir vorstelle. Nehme ich mir dieses Bild aber ein Jahr später wieder vor, gibt es Ergänzungen oder Veränderungen. In der digitalen Kunst ist so etwas möglich.Da ich ja alle meine Arbeitsschritte einzeln abspeichere, kann ich aus einer noch nicht fertigen Stufe wieder etwas ganz anderes entwickeln. Ich glaube so kommt immer wieder etwas Neues aus dem Alten hervor.

Marie Luise Strohmenger, Ich mal mir den Mond, Digital Art, (c) Marie Luise Strohmenger

Marie Luise Strohmenger, Ich mal mir den Mond, Digital Art, (c) Marie Luise Strohmenger

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Ich möchte Menschen mit meiner Kunst zunächst einmal erfreuen, Ihnen nicht wahrgenommene Schönheit näher-bringen. Meine Werke haben immer etwas mit Gefühl, Gemüt, Liebe, Meditation, Freude aber auch Trauer zu tun, also mit Emotionen. Sie sollen Anregung sein, etwas tiefer in sich hineinzuschauen.

 

 

 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Für mich sehr viel. Ohne kreativ tätig zu sein, leide ich unter nicht zu beschreibenden Entzugserscheinungen. Kunst macht mich glücklich und zufrieden.

 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

www.strohmengerstudio.de

www.facebook.com/marie.strohmenger

www.facebook.com/StrohmengerStudio/

www.pinterest.com/mariestrohmenge/

 

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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