Der Blog über Kunst und Inspiration

malo-design Das Interview

malo-design. Das Interview

abstract – mixed media

 
 

Die Künstlerin und ihre Arbeit – Das Portrait eines Künstlers in Worten

 

Das Interview

 

Marleen Lorek, malo-design, Künstlerfoto, abstract - mixed media, (c) malo-design

Marleen Lorek, malo-design, Künstlerfoto, abstract – mixed media, (c) malo-design


 

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Darüber hab ich ehrlich gesagt, noch nie so wirklich nachgedacht.

In meiner Jugend war ich schon immer kreativ veranlagt, aber eher in Richtung Musik und digitales Arbeiten am Computer.

Heute teile ich meine Kreativität. Einmal in meinem Beruf, bei dem ich Lichtdesigns für Konzerte entwerfe und diese dann durch den Aufbau der Technik und das Programmieren der Lichtshows umsetze sowie in der Malerei.

Die Malerei trat eher durch Zufall in mein Leben und begleitet mich seitdem sehr intensiv. Ich finde in ihr Ausgeglichenheit und Ruhe, die meine oft stressigen Arbeit ausbalanciert.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Durch meine stetige Suche nach neuen Materialien, entwickeln sich immer wieder neue Ideen.

Inspirationen finde ich oft schon bei einem Besuch im Baumarkt, auf dem Stoffmarkt oder gar beim Einkauf von Malmaterialien. Dort gibt es immer wieder so viel Neues zu entdecken.

Ich bin wahnsinnig gern in der Natur und freue mich jeden Tag über die Farbvielfalt und die wunderschönen Naturschauspiele, die unsere Welt immer wieder neu erschafft.

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Ich bevorzuge die Malerei mit Acrylfarben.

Dazu kommen die verschiedensten Materialien wie Draht, Sand, viele unterschiedliche Strukturpasten, Mosaiksteine über teure Papiersorten, Glitzersteine bis hin zu Glas, Unterlegscheiben oder was mir sonst so über den Weg läuft.

Acrylfarben lassen sich in meinen Augen einfach verarbeiten und der Trocknungsprozess ist recht kurz.

Leinwände sind mir am liebsten, aber es gibt auch viele Werke auf Papier oder Malkarton.

Ich male mit Pinseln, oft mit den Händen, nehme einen Lappen oder Papier… je nachdem was mir gerade am liebsten ist.

 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Meine Gedanken sind bunt und durcheinander, oft auch verrückt und verwirrend und lassen meine Werke entstehen.

Es gibt nie einen Plan oder gar eine Skizze. Farben werden ausgewählt und los geht’s.

Nach und nach kommen dann mehr Materialien hinzu.

Es passiert einfach.

 

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Ich male vorwiegend abstrakt, was natürlich unterschiedliche Realitäten bei den Betrachtern hervorruft.

Es ist sehr spannend für mich, dies zu beobachten.

Oft werde ich auch überrascht, was in meine Werke hinein interpretiert wird. Das macht sehr viel Spaß.

 

Marleen Lorek, Faryland, 2015, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 80 x 60 cm, (c) malo-design

Marleen Lorek, Faryland, 2015, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 80 x 60 cm, (c) malo-design

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Es beginnt alles mit einem weißen Untergrund, sei es Papier, Leinwand oder ein anderes Medium.

Dann bringe ich nach und nach die Materialien zusammen.

Meine Gedanken spielen, denke ich, dabei eine große Rolle.

Wenn ich gestresst oder nicht so gut gelaunt bin, entstehen andere Werke. Sie sind oft komplizierter und verwirrend auf den ersten Blick und entwirren sich erst beim genaueren Hinsehen.

Ist der Stress aber vorüber, dann gibt es Bilder, die harmonischer sind.

All das spielt bei dem Entstehen eines Werkes natürlich eine große Rolle.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Ich wünsche mir, dass die Betrachter sich Zeit nehmen, um in meine Werke einzutauchen.

Es soll deren Kreativität wecken und ihnen Freude bereiten.

Meine Erfahrungen zeigen, dass es oft die unterschiedlichsten Interpretationen gibt.

Das finde ich sehr spannend.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Ich arbeite oft mehrere Stunden ohne Unterbrechung an einem Werk. Dann sagt mir oft mein Bauch, ob ich an einem Punkt aufhören soll. Das lässt sich schwer beschreiben.

Dann stelle ich das Werk so hin, dass ich es beim Vorbeigehen immer im Blick habe.

Ich gehe dann in den folgenden Stunden immer wieder vorbei und betrachte es aus verschiedenen Blickwinkeln und denke darüber nach, ob es fertig ist oder nicht.

Doch meist hat mein Bauch recht und es wird nichts mehr verändert.

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Durch die Kunst habe ich für mich ein anderes Level der Kreativität gefunden, welches mein Leben sehr gut ausbalanciert.

Ich kann mich und meine Gedanken in meinen Werken ausleben, wenn ich zudem auch den/die Betrachter anrege und in Ihnen etwas hervorrufe, ist das wirklich toll.

 

Marleen Lorek, crackles 023, 2016, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 30 x 30 cm, (c) malo-design

Marleen Lorek, crackles 023, 2016, Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, 30 x 30 cm, (c) malo-design

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Der Ausdruck trifft voll und ganz auf mein Leben zu.

Ohne die Kunst wäre ich nicht die Person, die ich bin

 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

Meine Arbeiten sind zu sehen

auf meiner website:  www.malo-design.de

bei facebook: www.facebook.com/malo-design

und bei instagram: malodesign2016

 

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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