Der Blog über Kunst und Inspiration

Lebensenergie Meer

 Lebensenergie Meer

 

 

 

 

Was macht das Meer so interessant für uns Menschen?

Caspar David Friedrich Künstler (1774–1840), Nordsee im Mondlicht, zwischen 1823 und 1824, Öl auf Leinwand, 31 × 22 cm, Momentaner Standort Nationalgalerie Prag, [Public domain] via Wikimedia Commons

Caspar David Friedrich Künstler (1774–1840), Nordsee im Mondlicht, zwischen 1823 und 1824, Öl auf Leinwand, 31 × 22 cm, Momentaner Standort Nationalgalerie Prag, [Public domain] via Wikimedia Commons


 
Geht es um den Versuch die Naturgewalt zu beherrschen,  um das Erkunden einer riesigen Fläche unbekannten Gebietes auf der Erde, um  philosophische Erkenntnisse, um das Loslassen vom Alltag bei einem Strandspaziergang. Ich kann das nicht beantworten. Nicht für die gesamte Menschheit. Meine Herangehensweise an das Thema ist reinweg persönlich. So wie jeder Maler versucht, das Thema Meer in seinem Bild einzufangen und zu verarbeiten.

 

 

 

 

Das inhaltliche Thema bei dem gewählten Landschaftsmotiv Meer ist so vielfältig wie zahlreich.

Wir begegnen den Darstellungen des Meeres an sich mit dem leichten, ruhigen Wellengang oder der aufbrausenden See, mit der zerstörerischen Kraft des Wassers gekoppelt mit dem Wind und den Wellen, mit den Lichtspiegelungen der Wasseroberfläche von den Strahlen der Sonne, dem Mond oder einem künstlichen menschlichem Licht. Dann gibt es da noch das situative Festhalten von Seeschlachten, von Schiffen, ganz besonders Segelschiffen, von Häfen, von Leuchttürmen, von Uferbefestigungen. Die Klippen und die tosende Brandung, die Gischt.

Jan Toorop (1858–1928), De zee te Katwijk (dt.: Das Meer bei Katmihk), 1887, Öl auf Leinwand, 86 × 96 cm, Momentaner Standort Rijksmuseum Amsterdam, [Public domain] via Wikimedia Commons

Jan Toorop (1858–1928), De zee te Katwijk (dt.: Das Meer bei Katmihk), 1887, Öl auf Leinwand, 86 × 96 cm, Momentaner Standort Rijksmuseum Amsterdam, [Public domain] via Wikimedia Commons


 
Die reine Natur begegnet uns im Meer. Wir sind immer so gern bereit die Natur in unsere menschliche Welt einzubauen. So geben wir dem Meer in den Beschreibungen gern menschliche Eigenschaften, um vielleicht die Größe der Natur auf die Dimension der menschlichen Welt zu verkleinern. Beim Blick über das Meer überwältigt einem als Mensch schon mal die Weite und die Tiefe des Blickfeldes. Die endlose Fläche des Meeres, das dann irgendwann auf den Horizont trifft. Dieser Blick inspiriert zu philosophischen Gedanken über die menschliche Existenz, das Sein. Auch gern ein Thema. Die Natur nimmt davon keine Notiz.
 

 

Paul Gauguin (1848 - 1903), Fatata te miti (dt.: Am Meer), 1892, Öl auf Leinwand, 67,9 × 91,5 cm, Momentaner Standort National Gallery of Art, [Public domain] via Wikimedia Commons

Paul Gauguin (1848 – 1903), Fatata te miti (dt.: Am Meer), 1892, Öl auf Leinwand, 67,9 × 91,5 cm, Momentaner Standort National Gallery of Art, [Public domain] via Wikimedia Commons

 
 

Und immer wieder findet sich das Bildmotiv Mensch und Meer.

 

Das Baden im Meer, das Fischen, das Laufen am Strand, überhaupt der Strand und das Meer. Die Beobachtung des Malers von der Natur, der Kraft des Meeres, dem Wind und das Wolkenspiel, das Darstellen der Weite des Horizontes, der Tiefe des Blickes in die Unendlichkeit, und das Gefühl beim Betrachten des Meeres. Wie gesagt die Motive sind so zahlreich.

 

 

Winslow Homer (1836-1910), After the Hurricane, Bahamas (1899), Zeichnung und Aquarell, The Art Institute of Chicago [Public domain] via Wikimedia Commons

Winslow Homer (1836-1910), After the Hurricane, Bahamas (1899), Zeichnung und Aquarell, The Art Institute of Chicago [Public domain] via Wikimedia Commons

 
 

Was bedeutet mir das Meer?

 

Das Meer ist für mich reine Lebensenergie. Das Erleben von Meer, Wind, Wellen und Sonne an einem Strand ist für mich reines Auftanken von Energie. Ich liebe das Meer und habe gleichzeitig riesigen Respekt vor dieser Naturgewalt. Wenn es einem schon passiert ist, diese Naturgewalt zu spüren, ich glaube, dann ist der Respekt da.

 

 

 

enry Scott Tuke (1858–1929), Looking out to sea (dt.: Blick auf das Meer), 1885, Öl auf Holz, 22,5 × 14 cm, [Public domain] via Wikimedia Commons

Henry Scott Tuke (1858–1929), Looking out to sea (dt.: Blick auf das Meer), 1885, Öl auf Holz, 22,5 × 14 cm, [Public domain] via Wikimedia Commons

Das Meer und der Wind

 

Auf alle Fälle mag ich den Wind am Meer, der an mir rüttelt und zerrt und mir die Ohren mit einem Rauschen belegt. Ich kann mich mit aller Kraft gegen ihn auflehnen oder ihn nutzen. Das Spüren des Windes begleitet mich solange, bis meine Gedanken und mein Festhalten an meinem Alltag verflogen sind. In diesem Zustand nehme ich nur noch Eindrücke wahr und auf. Sinneseindrücke.

 

 

 

 

Pierre-Auguste Renoir (1841–1919), Sunset at Sea (dt. Sonnenuntergang am Meer), 1879, Öl auf Leinwand, [Public domain], via Wikimedia Commons

Pierre-Auguste Renoir (1841–1919), Sunset at Sea (dt. Sonnenuntergang am Meer), 1879, Öl auf Leinwand, [Public domain], via Wikimedia Commons

 

Lebensenergie Meer

Ein wunderschöner Tag am Meer heißt für mich, diese Energie der Erde zu spüren und in mir aufzunehmen. Der Geruch des Meeres, der rhythmische Wellengang, vielleicht das Spüren des Sandes zwischen meinen Zehen und meinen Fingern, der Blick auf die unendliche Weite des Meeres und des Horizontes, das Staunen über Wolken in allen nur erdenklichen Formationen und Farben.

 

 

 

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (1817 - 1900), Среди волн (dt: Inmitten der Wellen), 1898, Öl auf Leinwand,, 66 × 97 cm, Momentaner Standort: Feodossija National Galerie I. K. Aiwasowski , [Public domain] via Wikimedia Commons

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (1817 – 1900), Среди волн (dt: Inmitten der Wellen), 1898, Öl auf Leinwand,, 66 × 97 cm, Momentaner Standort: Feodossija National Galerie I. K. Aiwasowski , [Public domain] via Wikimedia Commons

Nachspüren

 

Allzu gern kehre ich dann in eine Gastronomie ein und nehme einen Ostfriesentee zu mir. Dieser kräftige schwarze Tee, der mit dem Klang des Zerspringens eines Kluntjes in der Tasse den Duft der Vorfreude in mir weckt, dann der Schuss Sahne, der den Geschmack unterstreichen wird, und dann der erste Schluck. Dieser Schluck weckt meine restlichen Lebensgeister und bei einem Blick aus dem Fenster denke ich das ein oder andere Mal an das Gedicht „Gesang der Geister über den Wassern“ von Goethe. Die letzte Strophe lautet:

Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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