Der Blog über Kunst und Inspiration

Frauke Klinkforth. Das Interview

Frauke Klinkforth. Das Interview.

Malerei

 
 

Die Künstlerin und ihre Arbeit – Das Portrait eines Künstlers in Worten

 

Das Interview

 

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Frauke Klinkforth, Künstlerfoto, Malerei, (c) Frauke Klinkforth

Frauke Klinkforth, Künstlerfoto, Malerei, (c) Frauke Klinkforth

Ich kann nicht genau sagen, wer oder was mich zum Malen gebracht hat, aber die Ernsthaftigkeit habe ich von Uwe Thill, dem damaligen Malsaalvorstand der Hamburger Staatsoper.

Bei ihm erlernte ich viele klassische Techniken. Von Aquarell über Bleistift -und Federzeichnungen.

Später nahm ich an Seminaren und Workshops teil und holte mir dort Möglichkeiten der Ausdrucksweise.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Ideen bilden sich durch Gedanken, die durch die Presse oder die täglichen Nachrichten geschürt werden.

Auch durch das Beobachten der Menschen erhalte ich meine Eingebungen.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt kann einiges passieren.

Manchmal fange ich einfach einen Hintergrund an und es läuft von ganz allein. Das werden dann eher abstrakte Werke, die ich später analysieren kann.

Mein Lieblingsthema ist immer wieder das Leben der Frau… heute und gestern…

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Die Basis meiner Bilder ist immer wieder Acryl … alles ist möglich, ob mit oder ohne Farbe.

Ich experimentiere gern … versuche Materialien zu verbinden, die eigentlich nicht zusammen passen. Die Farben und „Mittelchen“ reagieren mit- oder gegeneinander und lassen ganz spannende Bilder entstehen.

Außerdem trocknet Acryl schnell und das kommt meiner angeborenen Ungeduld zugute.

 

Frauke Klinkforth, "Celia", 2016, Acryl-Mix, 100 x 140 cm, (c) Frauke Klinkforth

Frauke Klinkforth, „Celia“, 2016, Acryl-Mix, 100 x 140 cm, (c) Frauke Klinkforth

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Bevor ich eine neue Arbeit beginne, überlege ich, ob es auch eine mehrteilige Sache werden könnte, ob das Thema mehr zulässt oder ob es ein großes Werk ist.

Als ich z. B. die „Boko Haram“-Frauen anfing, hatte ich eigentlich eine große Serie im Kopf. Aber das Thema war so anstrengend und grausam, dass mit zwei Werken meine Energie vorerst aufgebraucht war.

Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht wieder anfange die Serie zu erweitern.

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Alle meine Werke kommen irgendwie aus dem Bauch heraus und müssen auf die Leinwand gebracht werden.

Eine neue Arbeit beginnt mit dem Hintergrund, er muss leben und sich an das Motiv anpassen. Ich nähere mich mit dem Spachtel, der manchmal auch sehr klein sein kann, der Arbeit an.

Oft arbeite ich mit Strukturen.

Erst ist alles ziemlich grob und wird mit der Zeit verfeinert… immer weiter, bis es meine Zufriedenheit findet.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Am Liebsten ist mir, wenn der Betrachter einen eigenen Titel für ein Bild findet … ich vergebe ungern einen Namen.

Wenn die Leute etwas in meinen Bildern sehen, dass sie anspricht und berührt, dann bin ich zufrieden. Was ich mir gedacht habe, ist eigentlich nebensächlich.

Anders ist es bei meinen Frames … da erzählen oft die Tiere eine Geschichte mit einem Augenzwinkern.

Oder sie haben Titel, wie die Eule, „Die gute Freundin“ oder „Das erfolgreiche Huhn“.

 

Frauke Klinkforth, "Pariser Laterne", 2016, 100 x 140 cm, Acryl-Mix, Rost, (c) Frauke Klinkforth

Frauke Klinkforth, „Pariser Laterne“, 2016, 100 x 140 cm, Acryl-Mix, Rost, (c) Frauke Klinkforth

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Ein fertiges Werk steht so, dass ich es immer wieder ansehen kann …

Solange es immer noch Ecken gibt, die in meinen Augen und nach meinem Gefühl nicht stimmen, wird weitergearbeitet.

 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Mein Leben ist immer schon von Kunst oder auch von Ideen und Inspirationen begleitet worden.

Vom Selbermachen und von „Etwas Herstellen“, aus den Dingen, die nicht mehr gebraucht werden.

Beim Malen werden auch oft Dinge eingearbeitet, die nutzlos geworden sind … so bekommen sie eine neue Aufgabe.
 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

In meinem Atelier: Ulmenweg 18, 25451 Quickborn

Auf meiner Website: www.frauke-klinkforth.de

und auf Facebook: www.facebook.com/fraukeklinkforth

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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