Der Blog über Kunst und Inspiration

Conny Stark. Das Interview

Conny Stark, Künstlerin

Malerei

 
 
 

Das Interview

Ich an Tafel, Conny Stark, Fotografie von Günter Ludwig 2015, (C) Günter Ludwig

Ich an Tafel, Conny Stark, Fotografie von Günter Ludwig 2015, (C) Günter Ludwig


 

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Ja, mein erster Mal- und Zeichenlehrer Peter Paulwitz-Matthäi. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken. Er hat mir das Rüstzeug mitgegeben um die zu werden, die ich heute künstlerisch bin.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Mich inspiriert alles, was mich innerlich berührt. Das können Gegenstände am Strand sein, der Geruch und die Geräusche im Wald, Zeitungsberichte zum Thema Missbrauch oder das Beobachten von Rabenkrähen in der Stadt. Es muss nur innerlich etwas in mir zum „Klingen“ bringen. Dann zeichne und male ich erstmal kleine Formate, experimentiere mit Material und suche den Ausdruck, der mir für die gewählte Thematik passend erscheint.

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Zumeist male und zeichne ich auf Leinwand oder Papier. Ich habe aber auch auf Grasmatten, Zellstoff und alten Fotografien gearbeitet. Kommt auf die Thematik an.

 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Mit Herz und Seele und einem Platz zum Malen.

 

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Conny Stark, Ruf nach Freiheit, Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2013, (c) Conny Stark

Conny Stark, Ruf nach Freiheit, Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2013, (c) Conny Stark

Realität ist die Wahl der Farben, welchen Untergrund ich wähle, welches Format, die grobe Entwurfsskizze oder eine Foto. In dem Moment, wo ich anfange zu Malen oder zu Zeichnen, verlasse ich mehr und mehr die Realität und folge der Intuition.

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Ich habe ein kleines Büchlein im A5 Format. Dort trage ich sämtliche Gedanken, die ich zu einer bestimmten Thematik habe, ein. Später kommen kleine Skizzen zu den Gedanken hinzu. Das zieht sich manchmal tagelang so hin bis sich aus diesen Skizzen und Gedankenspielen eine Idee ergibt.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Ich glaube, die Herausforderung liegt darin, den Betrachter einzufangen in meinen künstlerischen Kosmos. Ich möchte manches so gestalten, dass sich mehr Fragen als Antworten ergeben.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Wenn ich ein Bild als abgeschlossen empfinde, lege ich es erstmal für ca. 2 Tage zur Seite und drehe es mit der Malfläche zur Wand. Ich muss erstmal Abstand finden.
Später drehe ich es um und sehe und fühle, ob das Bild stimmig wirkt oder nicht.

Manchmal fotografiere ich auch eine Arbeit die mir als abgeschlossen erscheint. Durch die Fotografie erhalte ich auch den nötigen Abstand um die Arbeit zu überprüfen.

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Conny Stark, Kindheit Sofa, aus der Serie 'Kindheit', 20 x 20 cm, Acryl, Graphit und Kaffee auf Papier, Copyright by Conny Stark 2015

Conny Stark, Kindheit Sofa, aus der Serie ‚Kindheit‘, 20 x 20 cm, Acryl, Graphit und Kaffee auf Papier, Copyright by Conny Stark 2015

Ich möchte den Betrachter teilhaben lassen an dem was mich bewegt und berührt. Mir ist durchaus bewusst, dass ich mich dadurch auch verletz- und angreifbar mache. Nicht jeder möchte berührt werden mit Themen, vor denen er selbst flüchtet oder sich gar gespiegelt sieht. Dann wird verbal zurück geschossen und die Arbeit entwertet. Aber im Laufe der Zeit trainiert man sich ein dickeres Fell an. Und ich darf mich auch freuen….jede Reaktion, positiv oder negativ, ist eine Berührung. Schlimmer wäre doch Gleichgültigkeit.

 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Leben mit der Kunst bedeutet für mich, authentisch sein mit dem, was meiner Begabung entspricht.

Kunst ist mein Leben, ein Teil von mir wie Arme oder Beine. Ich bin untrennbar mit der Kunst verbunden und hoffe, dass es auch noch lange so bleiben wird.

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

www.diemalerin-connystark.de/

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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