Der Blog über Kunst und Inspiration

Christa Riemann. Das Interview

Christa Riemann. Künstlerin

Malerei und Skulpturen

 
 

Das Interview
Christa Riemann, Künstlerportät, Malerei und Skulptur, (c) Christa Riemann

Christa Riemann, Künstlerportät, Malerei und Skulptur, (c) Christa Riemann

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Ganz sicher gab und gibt es die.

Wesentlich beeinflusst und geprägt hat mich aber die Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit während meines Studiums. Die Abkehr von den „schönen Bildern“ und der Darstellung von Müllbergen oder dem Thema der Vergänglichkeit haben meinen Blick auf die Dinge nicht nur verändert,  mein Empfinden für Farben, Formen und Blickwinkel hat sich dadurch sehr stark erweitert. Und gerade dieser Prozess war notwendig für mich auf dem Weg zur Erlangung einer, meiner authentischen Arbeit.

 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Vor kurzem war ich erst auf einer Burri-Ausstellung: Inspiration pur!

Gleiches widerfährt mir natürlich auch bei anderen Künstlern.

Die Natur liefert fantastische Vorlagen und natürlich auch das Leben selbst.

 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Farbe auf Leinwand.

Der Umgang mit Farbe und Pinsel ist sehr wichtig für mich. Das Malen entwickelt sich so zu einem Prozess mit hoher Eigendynamik.

Bei den Skulpturen sind es wiederum die Fundstücke in Kombination mit der Formgebung und dem Finishing, um somit eine Verbindung der natürlichen Strukturen mit dem Erschaffenen zu erreichen.

Christa Riemann, Otto, 2011, Malerei, Acryl auf Leinwand, 100 x 100 cm, (c) Christa Riemann

Christa Riemann, Otto, 2011, Malerei, Acryl auf Leinwand, 100 x 100 cm, (c) Christa Riemann


 
 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Zum Beispiel durch den Aufbau einer eigenen Bildidee unter Zuhilfenahme von selbst gestalteten Stillleben bis hin zur Abstraktion. Florale Impressionen oder Strukturen in der Natur, welche mir auch als Fotomaterial vorliegen, dienen mir hierbei oft als Anregung.

Etwas anders verhält es sich bei den Tierporträts: hier nehme ich unsere Nutztiere als Persönlichkeiten mit eigener Seele wahr und widerspreche so auch bewusst der Gesichtslosigkeit in der Massentierhaltung.
 
 
 

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Ich nutze die Natur als realistische Grundlage und setze diese in eine freie Malerei um. Dabei geht es nicht darum, ein Abbild des Gesehenen zu schaffen, sondern darum, meine eigenen Emotionen und Interpretationen zum Ausdruck zu bringen.

 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Sowohl in der Malerei als auch bei den Skulpturen arbeite ich gleichzeitig an mehreren Werken und unterschiedlichen Ideen.

Dieses „Springen“ zwischen den Arbeiten sorgt immer wieder für den nötigen Abstand des bisher Entstandenen.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Beim Betrachten meiner Bilder ist auf den ersten Blick nicht alles ersichtlich. Es erfordert eine längere Zeit, bis sich das Ganze einem erschließt. Auch entdeckt man immer wieder neue Details.

Manchmal ist es auch die Übertreibung und die extreme Farbgebung, die es dem Betrachter nicht immer einfach macht.

 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Das ist ein längerer Prozess.

Da ich ja meistens an mehreren Sachen gleichzeitig arbeite und diese zwischendurch wegstelle, muss ich mich auch nicht sofort entscheiden. Wenn dann das Werk meine Idee, welche ich vorher im Kopf hatte, wiedergibt, betrachte ich die Arbeit daran als abgeschlossen.

Christa Riemann, ohne Titel, 2016, Malerei auf Acryl, 120 x 100 cm, (c) Christa Riemann

Christa Riemann, ohne Titel, 2016, Malerei auf Acryl, 120 x 100 cm, (c) Christa Riemann


 
 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Über Kunst lässt sich bekanntermaßen streiten. Und genauso ist es mit meinem künstlerischen Anliegen.

Ich möchte die Menschen mit meinen Arbeiten erfreuen und manchmal auch zum Nachdenken anregen. Sie sollen die Begeisterung spüren, mit der ich arbeite. Dabei darf dann auch mal ein „schönes“ Bild entstehen, welches man sich einfach gerne aufhängen möchte.
 
 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Das die Kunst allgegenwärtig ist!

Malen und gestalten gehören zu meinem Leben wie essen und trinken.

 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

Webseite : www.christariemann.de

Facebook: www.facebook.com/AtelierWerkstattKrefeld/

Twitter: twitter.com/AtelierChrista

 

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

weiterlesen >>

Folgen Sie mir auf:
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinyoutube
Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 18 anderen Abonnenten an

Ressourcen

Buchempfehlungen >>       

Links >>