Der Blog über Kunst und Inspiration

Anna Hammer. Das Interview

Anna Hammer. Künstlerin

Malerei

 

Das Interview
Anna Hammer, Künstlerfoto, Malerei, (c) Anna Hammer

Anna Hammer, Künstlerfoto, Malerei, (c) Anna Hammer

1. Gibt oder gab es eine Person in Ihrem Leben, die Ihr Denken und Ihre Einstellung gegenüber Ihrer Arbeit entscheidend beeinflusst oder geprägt hat?

Es gab in meinem Leben zwei gute Kunstschullehrer, die meinen Stil und meine Wahrnehmung sehr geprägt haben. Sie vermittelten mir insgesamt ein gutes Gefühl für die Kunst.

Heute versuche ich mich weiterzubilden, indem ich die Werke anderer Künstler betrachte. Dabei bin ich oft bestrebt, das ureigene Geheimnis zu entschlüsseln, das jedem Bild innewohnt.

Oder auch eigene Erfahrung bringt mir sehr viel.
 

2. Wie bilden sich Ideen für Ihre Arbeit? Was inspiriert Sie?

Das ist unterschiedlich.

Manchmal entwickeln sich die Ideen für meine Bilder nach und nach in meinem Kopf. Und manchmal reicht eine Situation oder ein Gefühl aus, um ein Bild in meinem Kopf entstehen zu lassen.

Inspiriert werde ich in den meisten Fällen von Menschen, meistens Frauen oder Kindern. Portraits sind meine ganz große Leidenschaft, ich liebe es zu porträtieren.

Aber ich male auch andere, ganz unterschiedliche Motive, wie z. B. Stillleben oder Landschaften. Es gibt nichts, von dem ich von vornherein sagen würde, dass ich es niemals zeichnen würde.
 

3. Welches Material bevorzugen Sie und warum?

Gelernt habe ich Bleistift- und Aquarellmalerei. Ich habe aber auch sehr lange mit Batik gearbeitet. Seidenmalerei ist ebenfalls eine faszinierende Welt. Auch solche Maltechniken begeistern mich!

Eine besondere Faszination übt Ölmalerei auf mich aus. Eine derartige Brillanz und Tiefe besitzt keine andere Farbe.

Bei meiner Malerei akzeptiere ich Zufälligkeiten und die Unvorhersehbarkeit der Materialien. Und vielleicht ist auch das der Grund, warum ich die Malerei so spannend finde.
 

4. Wie lassen Sie sich auf eine neue Arbeit ein?

Mit Freude und Begeisterung.

Ich bin sehr glücklich, dass ich die Möglichkeit habe, als freiberufliche Künstlerin arbeiten zu können.

In meinem Atelier finde ich die Zeit und Ruhe, um mich ganz meiner Malerei zu widmen. Hier kann ich arbeiten und mich entspannen gleichermaßen.

Alles braucht seine Zeit, ich habe sie und dafür bin ich sehr dankbar.
 

Anna Hammer, Sonnenschein, Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm, (c) Anna Hammer

Anna Hammer, Sonnenschein, Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm, (c) Anna Hammer

5. Wie drückt sich Realität und Intuition in Ihrer Arbeit aus?

Wenn ich porträtiere, versuche ich einen Menschen so realistisch wie möglich zu zeichnen.

Dabei geht es allerdings nicht nur um reine Äußerlichkeiten. Es geht auch darum, den Charakter, die Stimmung und die Seele darzustellen. Ich habe gelernt in den Augen zu lesen, in ihnen kann ich viel sehen.

Und dann sind da noch meine Fantasiebilder in denen ich mich regelrecht ausleben kann. Emotionen, Sehnsüchte, Träume…

Es ist für mich wichtig, dass es mir gelingt, die Betrachter mit meinen Bildern zu berühren. Wenn sich der Betrachter vielleicht sogar in meinem Bild wiederentdeckt oder gar darin zum Leben erwacht, macht mich das sehr glücklich.
 

6. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsmethode?

Ich würde niemals vor einer leeren Leinwand stehen, ohne zu wissen, was ich malen soll.

Es ist zwar oft so, dass das Ergebnis am Ende anders ist, als ich anfänglich dachte, aber das macht es nur umso spannender.

Jede Technik erfordert eigene Vorgehensweisen, dementsprechend gibt es keine starren Arbeitsmethoden. Jede Maltechnik ist anders, jedes Bild ist anders.

Aber um ein Beispiel zu nennen: Bei Aquarellmalerei arbeite ich mit Lasurtechniken und mittlerweile mit Mischtechniken. Bei Ölbildern probiere ich heute noch vieles aus.

 

7. Wo sehen Sie die Herausforderung Ihrer Kunst für den Betrachter?

Kunst ist etwas, was man nur schwer, wahrscheinlich gar nicht, bewerten kann.

Es ist keine Herausforderung für mich, eher eine Bestimmung oder vielleicht ein Teil von mir. Ich kann gar nicht ohne meine Malerei. Ich arbeite aus dem Gefühl heraus, intuitiv, auch, um meine innere Ruhe zu finden.

Wenn ich male bin ich ganz bei mir selbst. Es steckt schon eine gewisse Sehnsucht dahinter.
 

8. Wann ist für Sie die Arbeit an Ihrem Kunstwerk abgeschlossen oder wirkungsvoll?

Wenn ich das Gefühl habe, dass es vollkommen ist.

Jeder Zentimeter muss stimmen. Ich bin mir selbst die härteste Kritikerin und manchmal möchte ich, je länger ich ein Werk von mir betrachte, vieles noch einmal ändern.

Anna Hammer, Sehnsucht, Acryl auf Leinwand, 100 x 70 cm, (c) Anna Hammer

Anna Hammer, Sehnsucht, Acryl auf Leinwand, 100 x 70 cm, (c) Anna Hammer

 

9. Beschreiben Sie Ihr künstlerisches Anliegen?

Ich glaube, dass wir alle von Zeit zu Zeit Bilder brauchen, um dem Alltag zu entkommen und um uns ganz in diesem Bild zu verlieren. Um zu träumen oder in Erinnerungen zu schwelgen. Solche Bilder versuche ich zu malen.

Ich möchte die Menschen mit meiner Kunst glücklich machen, begeistern und für eine kurze Zeit in eine andere Welt, in meine Welt, entführen.
 
 

10. Was bedeutet für Sie der Ausdruck: „Ein Leben mit Kunst“?

Freiheit.

 

11. Wo kann ein Interessent Ihre Arbeit einsehen?

Homepage:  www.anna-hammer.com

Facebook: Anna Hammer Art

Alle Informationen zu meiner Arbeit gibt es auf der Seite: www.anna-hammer.com

Über mich:
Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Fototextcollage (c) Heike Cybulski

Hildegard Willenbring

Ich bin Kunsthistorikerin, Mentaltrainerin und Entspannungstrainerin. Weiterhin bezeichne ich mich als bekennende Betrachterin und Kunstliebhaberin. Texte über Kunst zu schreiben ist eine Leidenschaft von mir.

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